Dez. 15, 2025
Task MiningWas Paxray von anderen Task Mining Anbietern unterscheidet: Technologie, Prozessintelligenz und Datenschutz
Task Mining hat sich als wichtige Technologie zur Analyse und Optimierung digitaler Geschäftsprozesse etabliert. Doch Task Mining ist nicht gleich Task Mining. Hinter ähnlichen Funktionsbeschreibungen verbergen sich teils grundlegend unterschiedliche technologische und methodische Ansätze. Dieser Artikel zeigt, wodurch sich Paxray von anderen Task-Mining-Anbietern unterscheidet – nicht nur beim Datenschutz, sondern auch in Bezug auf Prozessverständnis, Methodik und strategische Nutzbarkeit.
Warum Task Mining nicht gleich Task Mining ist
Mit der zunehmenden Digitalisierung von Büro- und Serviceprozessen wächst auch das Interesse an Task Mining. Viele Anbieter versprechen Transparenz über Arbeitsabläufe, Effizienzgewinne und Automatisierungspotenziale. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass sich Task-Mining-Lösungen in ihrem Anspruch und ihrer Wirkung deutlich unterscheiden.
Ein reiner Funktions- oder Feature-Vergleich greift dabei zu kurz. Entscheidend ist, welches Verständnis von Prozessen dem jeweiligen Ansatz zugrunde liegt und welche organisatorischen und kulturellen Auswirkungen der Einsatz eines Tools hat.
Wo sich Task-Mining-Lösungen grundsätzlich unterscheiden
Grundsätzlich lassen sich Unterschiede auf drei Ebenen festmachen: Technologie, Methodik und Governance. Einige Lösungen setzen stark auf die Erfassung von Inhalten, Screenshots oder Texteingaben, um Prozesse zu rekonstruieren. Andere konzentrieren sich auf rein technische Interaktionsdaten. Darüber hinaus unterscheiden sich Anbieter darin, ob sie lediglich Rohdaten liefern oder diese in einen prozessualen Kontext einordnen.
Nicht zuletzt spielt die Frage eine zentrale Rolle, wie Datenschutz und Mitarbeiterschutz konzeptionell berücksichtigt werden – als nachträgliche Absicherung oder als integraler Bestandteil des Designs.
Technologie: Interaktionsdaten statt Inhaltsdaten
Viele Task-Mining-Tools erfassen Inhalte, Screenshots oder Texteingaben, um Arbeitsschritte zu verstehen. Aus technischer Sicht mag dieser Ansatz naheliegend erscheinen, er bringt jedoch erhebliche Risiken mit sich. Sensible Informationen, personenbezogene Daten oder vertrauliche Inhalte können unbeabsichtigt erfasst werden.
Task Mining von Paxray verfolgt bewusst einen anderen Weg. Erfasst werden ausschließlich technische Interaktionen wie Klicks, Fensterwechsel und Systempfade. Inhalte, Dokumente, E-Mails oder Texte werden zu keinem Zeitpunkt aufgezeichnet. Dadurch lassen sich Prozesslogiken rekonstruieren, ohne sensible Informationen zu erfassen.
Methodik: Von Klickdaten zu Prozessintelligenz
Rohdaten allein liefern noch keine Entscheidungsgrundlage. Viele Tools stellen große Mengen an Klick- oder Aktivitätsdaten bereit, überlassen deren Interpretation jedoch vollständig den Anwendern.
Paxray verfolgt einen stärker methodischen Ansatz. Ziel ist nicht die Sammlung möglichst vieler Daten, sondern die Rekonstruktion verständlicher, vergleichbarer Prozessmodelle. Varianten, Schleifen, Abweichungen und Ursachenfür Ineffizienzen werden explizit sichtbar gemacht. Damit entsteht Prozessintelligenz statt reiner Aktivitätslisten.
Technologie und Menschen zusammendenken
Ein wesentlicher Unterschied liegt im Umgang mit menschlichem Prozesswissen. Vollautomatisierte Analysen stoßen dort an Grenzen, wo Kontext, Ausnahmen oder fachliche Bewertung notwendig sind.
Paxray kombiniert objektive Nutzungsdaten gezielt mit dem Wissen der Fachbereiche – etwa durch Workshops, Variantenanalysen und gemeinsame Interpretation der Ergebnisse. So entstehen Maßnahmen, die fachlich sinnvoll, akzeptiert und nachhaltig umsetzbar sind.
Datenschutz und Mitarbeiterschutz als Erfolgsfaktor
Gerade in Europa ist Task Mining untrennbar mit Fragen des Datenschutzes und Mitarbeiterschutzes verbunden. Tools, die als Überwachungsinstrument wahrgenommen werden, stoßen schnell auf Widerstand und verlieren ihre Wirkung.
Paxray ist DSGVO-konform by design. Anonymisierung erfolgt direkt auf dem Endgerät, personenbezogene Auswertungen oder Leistungsbewertungen sind technisch ausgeschlossen. Dieser Ansatz schafft Vertrauen und ist eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Nutzung.
Für den europäischen Kontext entwickelt
Viele Task-Mining-Lösungen wurden für Märkte entwickelt, in denen Datenschutz- und Mitbestimmungsanforderungen weniger streng sind. Europäische Unternehmen sehen sich dagegen mit klaren regulatorischen Vorgaben, Betriebsratsstrukturen und hohen Erwartungen an Transparenz konfrontiert.
Paxray wurde von Beginn an für diesen Kontext entwickelt. Hosting in Deutschland, flexible Betriebsmodelle und eine klare Abgrenzung von Mitarbeiterüberwachung machen die Lösung besonders geeignet für europäischeOrganisationen.
Fazit: Task Mining ist eine Grundsatzentscheidung
Die Wahl eines Task-Mining-Tools ist mehr als eine technische Entscheidung. Sie beeinflusst Vertrauen, Akzeptanz und die Art, wie Prozesse im Unternehmen weiterentwickelt werden.
Paxray unterscheidet sich nicht durch einzelne Features, sondern durch ein konsistentes Gesamtkonzept: interaktionsbasierte Technologie, methodische Prozessintelligenz, Einbindung der Fachbereiche und Datenschutz als integralerBestandteil. Damit richtet sich Paxray an Unternehmen, die Prozesse nachhaltig verbessern wollen – nicht an solche, die lediglich Klickdaten sammeln.
Quellenverzeichnis
Gartner (2024): Market Guide for Process and Task Mining Tools. Gartner Research. Available at: https://www.gartner.com/en/documents/6403875.
Deloitte (2023): The Rise of Task Mining: Bridging Human Activity and Automation Insights. Deloitte Insights. Available at: https://www.deloitte.com/ch/en/services/consulting/perspectives/task-mining-to-generate-enterprise-value.html.
van der Aalst, W.M.P. (2022): Process Mining and Beyond: Exploring Task-Level Behavior. Information Systems, 108.